19. Februar 2017

Krisenintervention

Krisenintervention

Psychische Krisen können jeden Menschen treffen, unabhängig von dessen Alter, seiner Bildung oder Beruf, Herkunft und vom sozialen Status. Die Ursachen für eine solche akute seelische Notlage sind vielfältig: z.B. Verlusterlebnisse, traumatische Erlebnisse, Konflikte, lebensverändernde Umstände oder Umbrüche, Entwurzelung oder Vereinsamung sowie psychische Erkrankungen. Bei einer akuten Krise geht das innere Gleichgewicht verloren: die Situation oder der Lebensumstand, mit dem man konfrontiert ist, kann momentan nicht bewältigen werden, da die gewohnten Verhaltensstrategien nicht greifen oder zusammengebrochen sind. Das Denken und das Fühlen sind gestört: die Gedanken drehen sich im Kreis, sind zerstreut und können nicht sinnvoll zu Ende gebracht werden; die Gefühle sind nur schwer wahrnehmbar oder aber treten so intensiv auf, dass sie nur schwer zu kontrollieren sind und beispielsweise Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit oder Trauer als übermächtig und bedrohlich erscheinen. Es können verschiedene Symptome wie z.B. Anspannung, Angst, Aggressivität, Verwirrtheit oder auch eine Verengung der Wahrnehmung mit unterschiedlicher Intensität auftreten.

Kommt es zu einer solchen seelischen Notlage, kann eine professionelle Hilfe sehr hilfreich sein, mittels derer eine rasche Entlastung und Klärung herbeigeführt werden kann. Allerdings ist es für Menschen in einer psychischen Notlage nicht immer leicht, Hilfe von außen anzunehmen. Familie und Freunde sollten den Betroffenen deshalb motivieren und dabei begleiten, professionelle Hilfe anzunehmen, damit eine Belastungsreduktion und eine Bewältigung der Krise auf Basis konkreter Hilfestellungen einsetzen kann. Dabei geht es zuvorderst darum, die innere Orientierungslosigkeit zügig zu ordnen, so dass möglichst schnell ein Mindestmaß an Klarheit und Handlungsfähigkeit zurück gewonnen wird. Danach gilt es zu klären, worin die Chancen und die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten liegen, die mit einer Krise stets auch verbunden sind.

Grundsätzlich umfasst die Krisenintervention eine Dauer von 60 Minuten je Einheit. Für ein erstes Gespräch empfiehlt sich eine 90-Minuten-Einheit.

Krisenintervention stellt bis auf wenige Ausnahmen keine erstattungsfähige Leistung der Krankenkassen dar. Je nach Themenstellung kann jedoch auch eine Krisenintervention von Arbeitgebern oder Versicherungen (mit-)finanziert werden. Bitte sprechen Sie mich hierzu an.
Die Kosten können zudem unter bestimmten Voraussetzungen auch bei der individuellen Steuererklärung berücksichtigt werden. Sie erhalten über die erbrachten Leistungen eine Rechnung, die Sie entsprechend weiterverwenden können.

Die Übersicht über die Kosten für die Krisenintervention finden Sie hier